KI-BERATUNG UND AGENTISCHE KI

KI für Zeugnis- und Vertragserstellung entwickeln lassen

KI für Zeugnis- und Vertragserstellung kombiniert geprüfte Textbausteine zu vollständigen Entwürfen für Zeugnisse und Arbeitsverträge, während Prüfung, Freigabe und Unterschrift in Ihrer Personalabteilung bleiben.

  • Entwürfe aus Ihren eigenen, geprüften Formulierungen
  • Anbindung an SAP HCM, SuccessFactors, Personio oder DATEV
  • Freigabe, Protokoll und Signatur bleiben beim Menschen

Was ist KI für Zeugnis- und Vertragserstellung?

KI für Zeugnis- und Vertragserstellung ist ein Verfahren, das geprüfte Textbausteine, Stammdaten aus dem Personalsystem und strukturierte Beurteilungsangaben zu einem vollständigen Entwurf für Arbeitszeugnisse, Zwischenzeugnisse und Arbeitsverträge zusammensetzt. Das System schreibt den ersten Entwurf. Freigeben, unterschreiben und versenden darf es ihn nicht.

Diese Seite beschreibt, wie ANCUD IT eine solche Lösung an Ihre bestehende Personalsoftware anbindet, welche rechtlichen Rahmen dabei gelten und wie ein realistischer Einstieg aussieht.

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Warum dauert die Zeugniserstellung im Mittelstand so lange?

Die Zeugniserstellung dauert lange, weil Wissen und Formulierung an mehreren Stellen auseinanderfallen: Eine Personalreferentin sucht in alten Ordnern nach der zuletzt passenden Vorlage, die Führungskraft liefert Stichpunkte per Mail nach mehrfacher Erinnerung, und offene Fragen zur Note oder zur Aufgabenbeschreibung laufen tagelang im Postfach hin und her, bevor ein Entwurf überhaupt entsteht.

In vielen Unternehmen gibt es keine einheitliche Textbausteindatenbank, sondern eine gewachsene Sammlung aus Word-Dateien unterschiedlicher Bearbeiterinnen und Bearbeiter. Wer ein Zeugnis schreibt, prüft zunächst, welche Version aktuell ist, ob die Leistungsbeurteilung zur gewählten Notenstufe passt und ob die Formulierung noch dem aktuellen Sprachgebrauch entspricht. Diese Suche kostet Zeit, die eigentlich der inhaltlichen Prüfung fehlen sollte.

Bei Arbeitsverträgen zeigt sich ein ähnliches Bild: Klauseln zu Probezeit, Befristung oder Tarifbindung werden aus früheren Verträgen kopiert, ohne dass jemand systematisch prüft, ob die Fassung noch der aktuellen Rechtslage entspricht. Die Personalabteilung wird so zur Verwalterin verstreuter Textfragmente, statt sich auf die eigentliche Personalarbeit zu konzentrieren. Genau an dieser Stelle setzt eine strukturierte KI für Zeugnis- und Vertragserstellung an, die vorhandene Bausteine ordnet, statt neue Prosa zu erfinden.

Was leistet KI für Zeugnis- und Vertragserstellung konkret?

KI für Zeugnis- und Vertragserstellung übernimmt Stammdaten aus dem HR-System, ordnet strukturiert erfasste Beurteilungen den passenden Textbausteinen zu und legt daraus einen Entwurf vor, den ein Mensch prüft und freigibt. Sie erzeugt keine neuen Formulierungen aus freiem Text, sondern kombiniert geprüfte Bausteine nach klaren Regeln. Das unterscheidet sie von Werkzeugen, die eingehende Dokumente lesen und klassifizieren.

Der Ablauf gliedert sich in vier Schritte. Erstens: Eintrittsdatum, Position, Abteilung und gegebenenfalls Austrittsdatum werden aus SAP HCM, Personio oder einem vergleichbaren System übernommen, ohne dass jemand Namen oder Zeiträume erneut eintippen muss. Zweitens: Die Führungskraft erfasst die Beurteilung nicht als freien Fließtext, sondern über strukturierte Kategorien wie Fachkompetenz, Sozialverhalten und Gesamtleistung, jeweils mit einer Notenstufe. Drittens: Das System kombiniert aus der Textbausteinbibliothek passende Formulierungen zu Aufgabenbeschreibung, Leistungsbeurteilung und Schlussformel, abgestimmt auf Zeugnisart und gewählte Stufe. Viertens: Der fertige Entwurf geht an die Personalabteilung oder die Führungskraft zur inhaltlichen Prüfung, Korrektur und Freigabe, bevor er unterschrieben wird.

Bei Arbeitsverträgen läuft die Logik ähnlich: Aus hinterlegten Klauselbausteinen zu Arbeitszeit, Vergütung, Befristung oder salvatorischer Klausel entsteht ein Vertragsentwurf, der die betriebliche Praxis abbildet, statt jede Klausel neu zu formulieren. Die endgültige Entscheidung über Inhalt und Wortlaut bleibt bei der Personalabteilung oder der Rechtsabteilung, nicht beim System.

Wie entsteht eine belastbare Textbausteinbibliothek?

Eine belastbare Textbausteinbibliothek entsteht, indem vorhandene Zeugnis- und Vertragsformulierungen aus bisherigen Dokumenten gesichtet, bereinigt und systematisch den jeweiligen Beurteilungsstufen zugeordnet werden. Zusätzlich werden Bedingungen wie Befristung, Standort oder Tarifbindung als Variablen hinterlegt, damit ein Baustein automatisch die passende Fassung liefert. Eine benannte Person in der Personalabteilung bleibt für Pflege und Aktualität verantwortlich.

Der erste Arbeitsschritt ist eine Bestandsaufnahme: Welche Formulierungen verwendet das Unternehmen heute für Leistung, Verhalten und Führungsverantwortung, und welche Notenstufe steckt jeweils dahinter? Diese Zuordnung erfolgt gemeinsam mit der Personalabteilung, weil nur sie weiß, welche Formulierung im eigenen Haus als „gut“ und welche als „befriedigend“ gilt. Ohne diese Klärung würde ein System spätere Widersprüche zwischen Note und Wortlaut nur übernehmen.

Im zweiten Schritt werden Bedingungen wie Standort, Betriebszugehörigkeit, Befristung oder Tarifbindung als Auswahlkriterien hinterlegt, sodass ein Baustein für ein befristetes Arbeitsverhältnis an einem anderen Standort nicht mit dem für eine unbefristete Stelle verwechselt wird. Bei Verträgen gilt dasselbe Prinzip für Klauseln zu Probezeit, Kündigungsfrist oder Zusatzleistungen. Diese Struktur unterscheidet eine gepflegte Bibliothek von einer bloßen Sammlung alter Vorlagen, wie sie Personalarbeit im Blog im Alltag vieler Personalabteilungen beschreibt.

Die Pflegeverantwortung liegt dauerhaft bei einer benannten Stelle im Unternehmen, nicht bei der KI. Neue Rechtsprechung, geänderte Tarifverträge oder interne Vorgaben müssen in die Bibliothek einfließen, sonst veraltet sie wie jede andere Vorlagensammlung auch. ANCUD IT richtet dafür einen Pflegeworkflow ein, der Änderungen dokumentiert und nachvollziehbar macht, etwa über digitale Kollaboration.

Welche Zeugnisarten deckt KI für Zeugnis- und Vertragserstellung ab?

KI für Zeugnis- und Vertragserstellung deckt einfaches Zeugnis, qualifiziertes Zeugnis, Zwischenzeugnis, Endzeugnis und Ausbildungszeugnis nach § 16 BBiG ab, weil jede Art auf denselben Textbausteinen aufbaut, aber unterschiedliche Pflichtangaben und einen abweichenden Aufbau verlangt. Die Auswahl der passenden Zeugnisart erfolgt beim Anlegen des Entwurfs, nicht nachträglich.

Ein einfaches Zeugnis nennt nur Art und Dauer der Tätigkeit, ohne Leistung oder Verhalten zu bewerten. Das qualifizierte Zeugnis ergänzt diese Angaben um eine Beurteilung von Leistung und Führungsverhalten und wird nur auf ausdrückliches Verlangen der oder des Beschäftigten ausgestellt. Ein Zwischenzeugnis wird während eines laufenden Arbeitsverhältnisses erstellt, etwa bei einem Vorgesetztenwechsel, und verzichtet naturgemäß auf eine Schlussformel zum Austritt. Das Endzeugnis folgt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und enthält die vollständige Beurteilung. Das Ausbildungszeugnis nach § 16 BBiG verlangt zusätzlich Angaben zu erworbenen Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten der Ausbildung.

Die folgende Übersicht zeigt die wesentlichen Unterschiede in Kürze.

Zeugnisarten im Überblick
ZeugnisartZeitpunktPflichtangaben
Einfaches ZeugnisAuf Verlangen, meist bei AustrittArt und Dauer der Tätigkeit
Qualifiziertes ZeugnisAuf ausdrückliches VerlangenZusätzlich Leistung und Verhalten
ZwischenzeugnisWährend des ArbeitsverhältnissesWie qualifiziertes Zeugnis, ohne Schlussformel
EndzeugnisBei Beendigung des ArbeitsverhältnissesVollständige Beurteilung mit Schlussformel
Ausbildungszeugnis nach § 16 BBiGBei AusbildungsendeErworbene Fertigkeiten, Kenntnisse, Fähigkeiten

Was verlangt § 109 GewO an Inhalt und Klarheit?

§ 109 GewO verpflichtet Arbeitgeber, bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein Zeugnis auszustellen, das mindestens Art und Dauer der Tätigkeit enthält. Auf Verlangen der Beschäftigten muss es zusätzlich Leistung und Verhalten beurteilen. Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein und darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die eine andere als die wörtliche Aussage andeuten sollen.

Dieses Klarheitsgebot und das Wortlautverbot verdeckter Aussagen sind der Kern der rechtlichen Anforderung: Eine Formulierung, die auf den ersten Blick positiv klingt, aber unter Fachleuten als verschlüsselter Hinweis auf ein Problem gilt, verstößt gegen das Gesetz, selbst wenn niemand offen etwas Negatives schreibt. Ein System, das Textbausteine kombiniert, muss diese Regel technisch abbilden, indem es nur geprüfte, eindeutige Formulierungen zur Auswahl stellt, statt beliebige Kombinationen zuzulassen.

Seit dem Vierten Bürokratieentlastungsgesetz kann das Zeugnis zudem mit Einwilligung der oder des Beschäftigten in elektronischer Form erteilt werden, wie Arbeitszeugnis mit KI schreiben darstellt. Das ändert nichts an den inhaltlichen Anforderungen aus § 109 GewO, erleichtert aber Versand und Signatur über eine qualifizierte elektronische Signatur. Für KI für Zeugnis- und Vertragserstellung bedeutet das: Die technische Unterstützung endet nicht bei der Formulierung, sondern kann bis zur elektronischen Ausstellung reichen, sofern die Einwilligung vorliegt und ein Mensch den Entwurf zuvor freigegeben hat.

Wie geht KI für Zeugnis- und Vertragserstellung mit Zeugnissprache um?

KI für Zeugnis- und Vertragserstellung begegnet dem Spannungsfeld zwischen Wohlwollensgrundsatz und Zeugniswahrheit, indem sie ausschließlich auf geprüfte Textbausteine zurückgreift und keine Formulierungen frei erzeugt. So werden Zeugniscodes von vornherein vermieden, weil jeder Baustein vorab auf verdeckte Doppeldeutigkeit geprüft wurde, statt im Moment der Erstellung neu entstehen zu können.

Der Wohlwollensgrundsatz verlangt eine wohlwollende Formulierung im Interesse des weiteren beruflichen Fortkommens, die Zeugniswahrheit verlangt zugleich eine zutreffende Beurteilung. Beides gleichzeitig zu erfüllen, ist die eigentliche Schwierigkeit der Zeugnissprache, und genau hier liegt das Risiko frei formulierter Texte: Ein wohlwollend klingender Satz kann unbeabsichtigt als verschlüsselte negative Aussage gelesen werden. Bausteine, die vorab juristisch geprüft und eindeutig einer Notenstufe zugeordnet sind, vermeiden dieses Risiko systematisch besser als freies Formulieren im Zeitdruck des Tagesgeschäfts.

Ein konkretes Beispiel ist die Dankes- und Wunschformel am Ende eines Zeugnisses. Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 25. Januar 2022, Aktenzeichen 9 AZR 146/21, entschieden, dass kein Anspruch auf eine solche Formel besteht, wie auch Arbeitszeugnis mit KI schreiben zur aktuellen Rechtslage einordnet. Ein System, das diese Formel dennoch standardmäßig einfügt, würde einen Anspruch suggerieren, den es rechtlich nicht gibt. Eine gepflegte Bausteinbibliothek bildet solche Feinheiten der Rechtsprechung ab, ein allgemeines Sprachmodell ohne Kontrolle tut das nicht zuverlässig.

Deshalb bleibt die inhaltliche Prüfung durch die Personalabteilung unverzichtbar, auch wenn die Bausteine juristisch vorgeprüft sind. Das System schlägt vor, ordnet und kombiniert, die Entscheidung über die konkrete Formulierung im Einzelfall trifft weiterhin ein Mensch, der die Zeugnisnote und ihre Begründung verantwortet.

Dürfen Zeugnisse elektronisch ausgestellt werden?

Ja, seit dem 1. Januar 2025 erlaubt das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz die elektronische Erteilung von Arbeitszeugnissen, sofern der Arbeitnehmer ausdrücklich einwilligt. Voraussetzung ist eine qualifizierte elektronische Signatur nach der eIDAS-Verordnung, die Papierform bleibt der Regelfall, wenn keine Einwilligung vorliegt oder die Beschäftigten die elektronische Form ablehnen.

Für den Freigabeprozess bedeutet das eine zusätzliche Weiche vor dem Versand: Personalreferat und Personalleitung müssen dokumentieren, ob eine Einwilligung eingeholt wurde, und das gewählte Ausgabeformat entsprechend steuern. KI für Zeugnis- und Vertragserstellung kann diese Weiche als festen Schritt im Workflow abbilden, sodass ein Zeugnis ohne Einwilligung automatisch im Papierlauf mit Unterschrift bleibt und nur die freigegebenen Fälle in die elektronische Signatur gehen.

Die qualifizierte elektronische Signatur ersetzt dabei keine inhaltliche Prüfung. Sie bestätigt lediglich, dass das unterzeichnende Dokument unverändert und einer bestimmten Person zuordenbar ist. Wer die Formulierung freigibt, bleibt eine Frage der internen Rollenverteilung, nicht der Signaturtechnik. Anbieter wie der Zeugnisgenerator Zeugnisgenerator zeigen, wie verbreitet die elektronische Erteilung inzwischen als Option angeboten wird, ersetzen aber nicht die Prüfung durch Personalreferat und Personalleitung.

Für Unternehmen mit Betriebsrat lohnt sich zusätzlich ein Blick auf bestehende Regelungen zur elektronischen Kommunikation, da die Einführung eines neuen Signaturverfahrens mitbestimmungsrelevant sein kann. Eine technische Bestandsaufnahme klärt vorab, welche Signaturlösung bereits im Haus vorhanden ist und ob sie sich in den bestehenden Freigabeworkflow einbinden lässt, ohne eine zusätzliche Systemlandschaft aufzubauen.

Wie unterstützt KI für Zeugnis- und Vertragserstellung die Vertragsseite?

KI für Zeugnis- und Vertragserstellung stellt für Arbeitsverträge geprüfte Klauseln aus einer zentralen Bibliothek zusammen, verknüpft mit Gültigkeitsdaten, damit veraltete Formulierungen nicht mehr verwendet werden. Für den Nachweis der Arbeitsbedingungen genügt seit Januar 2025 nach dem Nachweisgesetz die Textform statt der bisherigen Schriftform, was digitale Vertragsdokumente erheblich vereinfacht, sofern die übrigen gesetzlichen Angaben vollständig bleiben.

Die Klauselbibliothek ist das eigentliche Arbeitswerkzeug der Rechtsabteilung. Jede Klausel trägt ein Gültigkeitsdatum und einen Verweis auf die zugrunde liegende Rechtsnorm oder den Tarifvertrag. Läuft eine Regelung aus oder ändert sich ein Tarifwerk, wird die betroffene Klausel gesperrt, bevor sie in einem neuen Vertrag verwendet werden kann. Das System schlägt aus dem verbleibenden Bestand die passende Formulierung vor, entscheidet aber nicht selbst über deren rechtliche Zulässigkeit im Einzelfall.

Besonders im Zusammenspiel mit Befristung und Tarif zeigt sich der Wert einer strukturierten Textbausteinlogik: Eine Befristung ohne Sachgrund verlangt andere Klauseln als eine Anschlussbefristung, und tarifgebundene Verträge übernehmen zwingende Bestandteile aus dem jeweiligen Tarifwerk. Die Software kennzeichnet solche Abhängigkeiten und verhindert, dass eine tariffremde Klausel unbemerkt in einen tarifgebundenen Vertrag gelangt.

Damit ergänzt die Vertragsseite die Zeugniserstellung um eine zweite Textbaustein-Logik im selben Freigabeworkflow. Personalreferat und Rechtsabteilung arbeiten mit denselben Prüfschritten, nur die inhaltlichen Bausteine unterscheiden sich. Wer die Grenzen automatisierter Formulierungshilfe im Vertragswesen genauer verstehen will, findet Einordnung dazu auch im Bereich KI-Beratung für Unternehmen.

Wie wird die Lösung an SAP HCM, Personio oder DATEV angebunden?

Die Anbindung erfolgt über Schnittstellen zum vorhandenen HR-System, das als führende Stammdatenquelle bestehen bleibt. SAP HCM, SAP SuccessFactors, Personio oder DATEV liefern Name, Eintrittsdatum, Position und Vergütungsdaten, die KI für Zeugnis- und Vertragserstellung übernimmt, statt sie ein zweites Mal zu erfassen. Fertige Dokumente werden in der digitalen Personalakte des jeweiligen Systems abgelegt, eine separate Datenhaltung entsteht dabei nicht.

Diese Reihenfolge ist bewusst gewählt: Stammdaten ändern sich häufig, etwa bei Beförderungen, Namensänderungen oder Abteilungswechseln. Würde die Zeugnis- oder Vertragssoftware eigene Kopien dieser Daten führen, entstünden zwangsläufig Abweichungen zwischen den Systemen. Stattdessen liest die Anwendung die aktuellen Werte bei jeder Erstellung neu aus dem führenden System aus und schreibt das fertige Dokument dorthin zurück.

Technisch stützt sich die Anbindung auf die jeweiligen Standardschnittstellen der HR-Systeme, ergänzt um ein Regelwerk, das festlegt, welche Felder für Zeugnis und Vertrag benötigt werden und wie Freigabestatus und Signatur zurückgemeldet werden. Bereits vorhandene Berechtigungskonzepte des HR-Systems werden übernommen, damit der Zugriff auf Personalakten nicht über zwei unterschiedliche Rechtemodelle gesteuert wird.

Wie eine solche Anbindung technisch im Detail aussieht und welche Muster sich für unterschiedliche Systemlandschaften bewährt haben, beschreibt der Bereich KI-Integration in bestehende Software ausführlicher. Eine technische Bestandsaufnahme der vorhandenen Systeme ist auch hier der sinnvolle erste Schritt vor jeder Umsetzung.

Wer prüft und wer gibt frei?

Die Führungskraft beurteilt Leistung und Verhalten fachlich, das Personalreferat formuliert daraus den Zeugnis- oder Vertragstext nach den hinterlegten Textbausteinen, und die Personalleitung gibt das fertige Dokument frei. Die Rechtsabteilung pflegt unabhängig davon die Klauselbibliothek und legt fest, welche Formulierungen überhaupt zur Verfügung stehen. Jeder dieser Schritte wird im System protokolliert und ist nachträglich nachvollziehbar.

Diese Rollenverteilung verhindert, dass eine einzelne Person unbeobachtet über den Inhalt eines Zeugnisses oder eines Vertrags entscheidet. Die Führungskraft liefert die fachliche Einschätzung, hat aber keinen direkten Zugriff auf die Klauselbibliothek. Das Personalreferat wählt Formulierungen aus einem geprüften Bestand, verändert aber nicht die rechtliche Substanz einer Klausel. Erst die Personalleitung setzt die Freigabe, die den Versand oder die Unterschrift auslöst.

Die Rechtsabteilung nimmt eine besondere Stellung ein: Sie entscheidet nicht über den Einzelfall, sondern über den zulässigen Rahmen. Ändert sich ein Tarifvertrag oder eine Rechtsprechung, etwa zur Dankes- und Wunschformel im Zeugnis, passt sie die betroffenen Textbausteine zentral an, wodurch die Änderung in allen künftigen Dokumenten automatisch wirksam wird, ohne dass jeder Einzelfall neu geprüft werden muss.

Jeder Schritt von der Formulierung bis zur Freigabe wird mit Zeitstempel und Benutzerkennung protokolliert. Damit lässt sich im Streitfall lückenlos nachweisen, wer welchen Textbaustein wann ausgewählt und wer die Freigabe erteilt hat. Diese Nachvollziehbarkeit ersetzt keine arbeitsrechtliche Beratung, erleichtert sie aber erheblich.

Fällt KI für Zeugnis- und Vertragserstellung unter den EU AI Act?

Das hängt von der konkreten Ausgestaltung ab. Anhang III Nr. 4 der Verordnung (EU) 2024/1689 stuft KI-Systeme im Beschäftigungskontext, die über Einstellung, Beförderung, Kündigung oder Bewertung von Beschäftigten mitentscheiden, als Hochrisiko-System ein. Reine Formulierungsunterstützung ohne automatisierte Personalentscheidung fällt regelmäßig nicht darunter, eine verbindliche Einordnung erfordert jedoch stets eine rechtliche Einzelprüfung des konkreten Einsatzes.

Der entscheidende Unterschied liegt darin, ob die Anwendung eine Entscheidung trifft oder lediglich einen Textvorschlag liefert, den ein Mensch prüft und verantwortet. KI für Zeugnis- und Vertragserstellung, wie sie ANCUD IT konzipiert, formuliert aus freigegebenen Textbausteinen, entscheidet aber nicht über die zugrunde liegende Note oder Vertragskondition. Diese Entscheidung trifft die Führungskraft beziehungsweise die Personalleitung, wie im vorherigen Abschnitt beschrieben.

Anbieter wie zeugnis.ai zeugnis.ai werben mit schneller Texterstellung, ohne die aufsichtsrechtliche Einordnung nach dem EU AI Act zu thematisieren. Genau diese Lücke ist für Unternehmen relevant, denn Verstöße gegen die Verordnung können mit Bußgeldern bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden, je nachdem, welcher Betrag höher ausfällt.

Wird eine automatisierte Bewertungsfunktion künftig ergänzt, etwa eine automatische Notenvorschlag-Logik aus Leistungsdaten, verschiebt sich die Einordnung möglicherweise in Richtung Hochrisiko, zusätzlich kann dann auch die Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG greifen. ANCUD IT prüft bei jedem Projekt gemeinsam mit der Rechtsabteilung der Kundschaft, welche Einordnung im konkreten Fall zutrifft, und ersetzt damit keine anwaltliche Beratung, sondern bereitet sie mit einer technischen Bestandsaufnahme vor.

Welche Datenschutzpflichten gelten bei HR-Dokumenten?

Die Verarbeitung von Zeugnis- und Vertragsdaten stützt sich auf Art. 6 DSGVO in Verbindung mit § 26 BDSG, da die Daten für die Durchführung des Beschäftigungsverhältnisses erforderlich sind. Eine vollautomatisierte Einzelfallentscheidung über Note oder Vertragsinhalt ohne menschliche Beteiligung ist nach Art. 22 DSGVO unzulässig, weshalb Personalreferat und Personalleitung jede Formulierung inhaltlich prüfen und verantworten müssen.

Für die Aufbewahrung gilt keine einheitliche gesetzliche Frist, praxisüblich orientieren sich Unternehmen an der regelmäßigen Verjährungsfrist des § 195 BGB von drei Jahren, innerhalb derer Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis geltend gemacht werden können. Nach Ablauf dieser Frist und ohne weiteren Aufbewahrungsgrund sind personenbezogene Entwurfsdaten aus dem Freigabeprozess zu löschen, während das final unterzeichnete Dokument in der Personalakte nach den dort geltenden Fristen verbleibt.

Löschkonzepte müssen dabei zwischen dem Textbaustein-Zwischenstand, der während der Formulierung entsteht, und dem fertigen Dokument unterscheiden. Zwischenstände enthalten häufig noch unfreigegebene, möglicherweise nachteilige Formulierungen und sollten nach Abschluss des Freigabeprozesses gelöscht werden, um das Risiko einer unbefugten Kenntnisnahme zu vermeiden.

Da beide Dokumenttypen sensible Beschäftigtendaten enthalten, empfiehlt sich vor der Einführung eine Abstimmung mit dem Datenschutzbeauftragten über Löschroutinen, Zugriffsprotokolle und Auftragsverarbeitungsverträge mit eingebundenen Systemen. Eine technische Bestandsaufnahme legt offen, wo personenbezogene Daten bereits heute liegen und wie sich neue Verarbeitungsschritte datenschutzkonform einfügen lassen.

Wann ist der Betriebsrat zu beteiligen?

Der Betriebsrat ist zu beteiligen, sobald eine Software zur Zeugnis- oder Vertragserstellung Bewertungen vorschlägt oder das Verhalten von Beschäftigten auswertet, etwa für Formulierungen zu Leistung und Führung. Das fällt unter § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG, weil solche Funktionen als technische Überwachungseinrichtung gelten, unabhängig davon, ob eine Überwachung tatsächlich beabsichtigt ist.

In der Praxis empfiehlt es sich, den Betriebsrat vor der Beauftragung einzubinden, nicht erst zur Abnahme. Wer die Bausteinbibliothek plant und gleichzeitig die Mitbestimmung klärt, vermeidet spätere Nachverhandlungen über bereits eingeführte Abläufe. ANCUD IT bespricht diesen Punkt deshalb regelmäßig in der ersten Bestandsaufnahme, gemeinsam mit IT-Leitung und Personalabteilung.

Eine Rahmenvereinbarung sollte festlegen, welche Formulierungsvorschläge automatisch generiert werden dürfen und welche Personen sie vor der Unterschrift prüfen. Sie regelt außerdem, welche Protokolldaten gespeichert werden, wie lange sie aufbewahrt bleiben und wer Einsicht erhält. Ebenso gehört hinein, dass die Note oder die abschließende Bewertung im Zeugnis stets von einem Menschen entschieden wird, nicht vom System.

Diese Klärungen betreffen auch angrenzende Systeme wie ein internes Hinweisgebersystem, wenn Beschäftigte Hinweise zu Formulierungen oder Freigabeprozessen melden können. Wer die Mitbestimmung früh dokumentiert, spart Zeit bei der späteren Ausweitung auf weitere Dokumenttypen.

Wo liegen die Grenzen von KI für Zeugnis- und Vertragserstellung?

Die Grenzen von KI für Zeugnis- und Vertragserstellung liegen dort, wo eine Bewertung, eine Rechtsauskunft oder ein Wahrheitsurteil gefragt ist. Das System formuliert nach hinterlegten Bausteinen, es entscheidet nicht über die Note, prüft keinen Sachverhalt auf Richtigkeit und ersetzt keine anwaltliche Prüfung einer Vertragsklausel. Diese Entscheidungen bleiben bei Personalabteilung, Führungskraft oder Rechtsberatung.

Fehlen passende Textbausteine für eine ungewöhnliche Position oder eine seltene Vertragskonstellation, liefert das System entweder eine zu allgemeine Formulierung oder markiert die Lücke zur manuellen Bearbeitung. Beides ist gewollt, unerwünscht wäre eine erfundene Formulierung, die als Standardtext durchgeht, obwohl sie den Fall nicht trifft.

Veraltete Bausteine sind ein eigenes Risiko. Ändert sich Rechtsprechung, etwa zur Dankes- und Wunschformel im Zeugnis, oder ändert sich eine gesetzliche Vorgabe zur Textform, muss die Bausteinbibliothek gepflegt werden. Ohne Pflegeprozess formuliert das System weiter nach alter Rechtslage, ohne dass dies auf den ersten Blick auffällt.

Automatisierte Formulierungshilfe ohne echte Personalentscheidung wird üblicherweise nicht als Hochrisiko-System im Sinne des EU AI Act eingestuft, eine abschließende Bewertung hängt jedoch vom konkreten Funktionsumfang ab und sollte für jede Installation einzeln geprüft werden. Wer diese Einordnung überspringt, trägt das Risiko einer falschen Selbsteinschätzung.

Was kostet KI für Zeugnis- und Vertragserstellung?

Was KI für Zeugnis- und Vertragserstellung kostet, hängt vom Umfang der Bausteinbibliothek, der Zahl der Dokumenttypen, den anzubindenden Schnittstellen und der gewählten Betriebsform ab. Feste Beträge nennt ANCUD IT nicht, weil jede Personalabteilung mit anderen Vorlagen, Systemen und Freigabewegen startet. Erster Schritt ist deshalb immer eine technische Bestandsaufnahme.

Die Bestandsaufnahme prüft vorhandene Vorlagen, bestehende Schnittstellen zu SAP HCM, Personio oder DATEV und die Frage, ob eine qualifizierte elektronische Signatur eingebunden werden soll. Aus diesen Ergebnissen entsteht ein Angebot, das die tatsächlich benötigten Bausteine und Anbindungen abbildet, statt einer pauschalen Lizenzgebühr.

Die folgende Übersicht zeigt, welche Faktoren den Aufwand am stärksten beeinflussen und warum.

Preisfaktoren für KI-gestützte Zeugnis- und Vertragserstellung
FaktorEinfluss auf den Aufwand
Umfang der BausteinbibliothekMehr Varianten für Positionen, Branchen und Bewertungsstufen erhöhen Erstellungs- und Pflegeaufwand
Zahl der DokumenttypenZeugnis, Zwischenzeugnis und Arbeitsvertrag getrennt oder mit gemeinsamer Logik
SchnittstellenAnbindung an SAP HCM, SAP SuccessFactors, Personio, DATEV oder Workday
BetriebsformBetrieb im eigenen Haus oder als betreute Installation bei ANCUD IT
SignaturanbindungQualifizierte elektronische Signatur nach eIDAS für elektronische Zeugnisse
SchulungEinweisung von Personalabteilung und Freigebenden in Prüf- und Freigabeschritte

Wie lange dauert die Einführung von KI für Zeugnis- und Vertragserstellung?

Die Einführung von KI für Zeugnis- und Vertragserstellung lässt sich in überschaubaren Etappen planen: Bestandsaufnahme, Pilotbetrieb mit einem einzelnen Dokumenttyp und anschließende Ausweitung auf weitere Vorlagen. Ein realistischer Richtwert liegt bei mehreren Wochen bis wenigen Monaten für die erste Etappe, die Gesamtdauer hängt jedoch stark vom Umfang der vorhandenen Vorlagen ab.

Die Bestandsaufnahme sichtet vorhandene Textbausteine, Freigabewege und Schnittstellen. Danach folgt ein Pilot mit einem Dokumenttyp, meist dem einfachen oder qualifizierten Arbeitszeugnis, weil sich hier Formulierungslogik und Freigabeprozess gut isoliert testen lassen. Erst nach erfolgreicher Abnahme wird auf Zwischenzeugnisse, Arbeitsverträge oder weitere Varianten ausgeweitet.

Verlängert wird der Zeitplan vor allem durch drei Punkte: uneinheitliche oder veraltete Bestandsvorlagen, die erst bereinigt werden müssen, eine noch offene Klärung der Mitbestimmung mit dem Betriebsrat, sowie Schnittstellen zu HR-Systemen, die zusätzliche Testläufe erfordern. Wer diese Punkte vorab klärt, verkürzt die Einführung spürbar.

Auch die Anbindung angrenzender Werkzeuge zur digitale Kollaboration kann die Planung beeinflussen, wenn Rückmeldungen aus dem laufenden Betrieb systematisch erfasst werden sollen. ANCUD IT plant solche Abhängigkeiten von Beginn an mit ein, statt sie erst im Pilotbetrieb zu entdecken.

Wie unterscheidet sich ANCUD IT von fertigen Zeugnisgeneratoren?

ANCUD IT unterscheidet sich von fertigen Zeugnisgeneratoren durch Integration statt Insellösung: Statt eines separaten Tools entsteht eine Anbindung an vorhandene HR-Systeme, eine eigene Bausteinbibliothek und eine gemeinsame Freigabelogik für Zeugnis und Vertrag im selben Prozess. Fertige Generatoren wie der von ProofDocs beworbene Dienst Arbeitszeugnis-Generator von ProofDocs erzeugen ein Zeugnis in kurzer Zeit, bleiben dabei aber ein eigenständiges Werkzeug neben der bestehenden HR-Landschaft.

Ein SaaS-Generator arbeitet mit festen Textbausteinen des Anbieters. Eigene Formulierungen, unternehmensspezifische Klauseln oder branchentypische Positionsbeschreibungen lassen sich dort meist nur eingeschränkt hinterlegen. ANCUD IT baut die Bausteinbibliothek dagegen aus den vorhandenen Vorlagen der Personalabteilung auf und pflegt sie fortlaufend, statt eine generische Bibliothek zu übernehmen.

Ein weiterer Unterschied liegt in der gemeinsamen Logik für beide Dokumenttypen. Zeugnis und Arbeitsvertrag teilen sich oft dieselben Stammdaten zu Position, Eintrittsdatum und Vertragsbedingungen. Wird beides getrennt voneinander gepflegt, wie bei spezialisierten Einzelanbietern üblich, entstehen doppelte Datenpflege und Abweichungen zwischen den Dokumenten.

Schließlich lässt sich die Lösung im eigenen Haus betreiben, wenn Datenschutz oder Betriebsvereinbarung dies verlangen. Ein reiner Cloud-Generator bietet diese Option in der Regel nicht. Wer bereits Systeme wie SAP HCM oder Personio nutzt, kann diese über bestehende Portale anbinden, statt eine zusätzliche Insellösung zu betreiben.

Wie beginnt ein Projekt zu KI für Zeugnis- und Vertragserstellung?

Ein Projekt zu KI für Zeugnis- und Vertragserstellung beginnt mit einer Bestandsaufnahme der vorhandenen Vorlagen, Textbausteine und Freigabewege. Aus dieser Aufnahme wird ein einzelner Dokumenttyp für den Pilotbetrieb ausgewählt, meist ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, mit klaren Abnahmekriterien, bevor über eine Ausweitung entschieden wird.

Die Abnahmekriterien werden vorab schriftlich festgelegt: Welche Formulierungen erwartet die Personalabteilung, wie werden Bewertungsstufen unterschieden, wer prüft den Entwurf vor der Unterschrift, und wie wird diese Prüfung protokolliert. Diese Kriterien machen den Piloten messbar, statt ihn nach Gefühl zu bewerten.

Nach erfolgreicher Abnahme übergibt ANCUD IT den Betrieb an die Personalabteilung und die IT, inklusive Dokumentation der Bausteinlogik, der Freigaberegeln und etwaiger Absprachen mit dem Betriebsrat. Erst danach wird über weitere Dokumenttypen oder zusätzliche Schnittstellen entschieden.

Wer diesen Einstieg konkret prüfen möchte, kann mit einer kurzen Bestandsaufnahme der eigenen Zeugnis- und Vertragsvorlagen beginnen und die Ergebnisse mit ANCUD IT besprechen, bevor über den Umfang einer Bausteinbibliothek entschieden wird.

Was leistet KI für Zeugnis- und Vertragserstellung im Alltag?

Sechs Bausteine, die den Unterschied zwischen einer Vorlagensammlung und einem belastbaren Verfahren machen. Alle sind einzeln nutzbar und lassen sich schrittweise ergänzen.

01Textbausteine mit Struktur

Ihre bestehenden Formulierungen für Zeugnisse und Verträge werden erfasst, geordnet und mit Bedingungen versehen. Aus einer Sammlung von Word-Vorlagen wird eine gepflegte Bibliothek.

02Entwurf statt leeres Blatt

Das System setzt aus Stammdaten, Tätigkeitsangaben und Beurteilungsstufen einen vollständigen Entwurf zusammen. Die Personalabteilung korrigiert, statt zu tippen.

03Einheitliche Zeugnissprache

Beurteilungsstufen sind hinterlegten Formulierungen zugeordnet. Zwei Mitarbeitende mit gleicher Bewertung erhalten keine unterschiedlich gewichteten Sätze mehr.

04Freigabe mit Protokoll

Wer den Entwurf geändert hat, wer geprüft und wer freigegeben hat, ist nachvollziehbar. Die Unterschrift bleibt bei einem Menschen.

05Anbindung an Ihre HR-Systeme

Stammdaten kommen aus SAP HCM, SuccessFactors, Personio oder DATEV. Es entsteht keine zweite Personalakte neben dem Führungssystem.

06Klauseln aktuell halten

Ändert sich eine Vertragsklausel, wird sie an einer Stelle gepflegt. Neue Verträge verwenden ab Freigabe die aktuelle Fassung, alte Fassungen bleiben dokumentiert.

Wie kombiniert KI für Zeugnis- und Vertragserstellung Textbausteine?

Aus Stammdaten, Beurteilungsstufen und Bedingungen wählt das System die passenden Formulierungen und setzt daraus einen zusammenhängenden Entwurf. Grundlage sind ausschließlich Bausteine, die Sie freigegeben haben.

  • Beurteilungsstufen sind festen Formulierungen zugeordnet
  • Bedingungen steuern Befristung, Standort und Tarifbindung
  • Übergänge und Reihenfolge folgen einem geprüften Aufbau
  • Fehlende Angaben werden angezeigt statt erfunden
  • Jede verwendete Bausteinversion wird mitgeschrieben
Bildschirm mit Bausteinbibliothek für Zeugnisse und Vertragsklauseln
Der Entwurf entsteht aus freigegebenen Bausteinen, nicht aus freier Formulierung.
Freigabeschritte für Zeugnisentwürfe in der Personalabteilung
Der Entwurf ist automatisiert, die Verantwortung bleibt zugeordnet.

Wie bleibt die Freigabe bei Ihrer Personalabteilung?

Das System legt einen Entwurf vor. Prüfung, Änderung und Unterschrift bleiben bei benannten Rollen, und jeder Schritt ist im Vorgang dokumentiert.

  • Die Führungskraft beurteilt, das System formuliert nicht selbst
  • Das Personalreferat prüft Wortwahl und Vollständigkeit
  • Die Personalleitung gibt frei und signiert
  • Änderungen am Entwurf sind mit Zeitpunkt nachvollziehbar
  • Versand erfolgt erst nach dokumentierter Freigabe

Wie fügt sich KI für Zeugnis- und Vertragserstellung in Ihre Systeme ein?

Ihr Personalsystem bleibt führend. Die Lösung liest Stammdaten, schreibt das fertige Dokument in die digitale Personalakte zurück und ergänzt nur, was fehlt.

  • Stammdaten aus SAP HCM, SuccessFactors, Personio oder DATEV
  • Ablage im vorhandenen Dokumentenmanagement
  • Anbindung der qualifizierten elektronischen Signatur
  • Betrieb im eigenen Rechenzentrum möglich
  • Keine zweite Personalakte neben dem Führungssystem
Schematische Anbindung einer HR-Dokumentenlösung an bestehende Personalsysteme
Integration statt Insellösung: Vorhandene Systeme bleiben im Einsatz.
Rechtliche Vorgaben für Arbeitszeugnisse und Arbeitsverträge im Überblick
Rechtliche Einordnung gehört vor die technische Umsetzung.

Welche rechtlichen Rahmen berührt KI für Zeugnis- und Vertragserstellung?

Zeugnisanspruch, Form, Datenschutz und die Einordnung nach EU AI Act greifen ineinander. Wir benennen die Punkte und empfehlen für die Bewertung eine rechtliche Prüfung.

  • § 109 GewO regelt Anspruch, Inhalt und Klarheit
  • Elektronische Erteilung seit 1. Januar 2025 mit Einwilligung
  • Textform genügt seit Januar 2025 beim Nachweis der Arbeitsbedingungen
  • Art. 22 DSGVO grenzt vollautomatisierte Einzelfallentscheidungen ein
  • Anhang III Nr. 4 der Verordnung (EU) 2024/1689 ist zu prüfen

Wo bewährt sich KI für Zeugnis- und Vertragserstellung?

Drei typisierte Ausgangslagen aus dem Mittelstand. Sie zeigen, welche Arbeit vorher von Hand lief und was danach beobachtbar anders ist.

Mittelständischer Maschinenbau, rund 900 Beschäftigte

Zwischenzeugnisse aus einer Quelle
Herausforderung
Zwei Personalreferentinnen schreiben Zwischenzeugnisse in Word, jede mit eigener Vorlagensammlung. Bei Führungswechseln fällt auf, dass gleich bewertete Mitarbeitende unterschiedlich formuliert werden.
Lösung
Die vorhandenen Formulierungen wurden zu einer Bibliothek geordnet und Beurteilungsstufen zugeordnet. Stammdaten und Tätigkeitsangaben kommen aus dem Personalsystem, der Entwurf geht an die Führungskraft zur Prüfung.
Ergebnis
  • Gleiche Bewertung ergibt gleiche Formulierung
  • Ein Freigabelauf statt Mailanhänge
  • Änderungen am Entwurf sind nachvollziehbar

Steuerberatungsgesellschaft mit mehreren Standorten

Arbeitsverträge ohne Textkopien
Herausforderung
Neue Arbeitsverträge entstehen, indem eine Sachbearbeiterin den letzten passenden Vertrag kopiert und Namen, Gehalt und Eintrittsdatum überschreibt. Veraltete Klauseln wandern so von Vertrag zu Vertrag.
Lösung
Klauseln liegen als geprüfte Bausteine mit Gültigkeitsdatum vor. Aus Position, Standort und Befristung stellt das System den Entwurf zusammen; die Rechtsabteilung gibt Klauseländerungen frei.
Ergebnis
  • Nur freigegebene Klauselfassungen im Umlauf
  • Klauseländerung wird an einer Stelle gepflegt
  • Abweichungen fallen vor der Unterschrift auf

Klinikträger mit Konzerntarifvertrag

Endzeugnisse fristgerecht fertig
Herausforderung
Nach Kündigungen sammeln sich Zeugnisanfragen im Postfach der Personalabteilung. Die Beurteilung der Führungskraft fehlt oft, Nachfragen laufen per Mail und geraten aus dem Blick.
Lösung
Ein Vorgang erfasst die Beurteilung strukturiert, erzeugt daraus den Zeugnisentwurf und erinnert an offene Rückmeldungen. Der Versand erfolgt erst nach Freigabe der Personalleitung.
Ergebnis
  • Offene Beurteilungen sind sichtbar statt vergessen
  • Ein Vorgang statt Mailkette
  • Ausstellungsdatum und Freigabe sind dokumentiert

Welche Risiken hat KI für Zeugnis- und Vertragserstellung?

Vier Punkte, die wir vor Projektbeginn ansprechen. Sie entscheiden mit darüber, ob und in welchem Umfang eine Automatisierung sinnvoll ist.

!Die Note bleibt Menschensache

Ein System kann Leistung nicht beurteilen. Es setzt die Beurteilung um, die eine Führungskraft eingibt. Wer diese Grenze verwischt, riskiert Streit vor dem Arbeitsgericht.

?Veraltete Bausteine wirken lange

Eine nicht gepflegte Klausel landet in jedem neuen Vertrag. Ohne benannte Pflegeverantwortung und Gültigkeitsdaten entsteht ein Fehler in Serie.

§Formvorschriften übersehen

Die elektronische Zeugniserteilung setzt Einwilligung und qualifizierte elektronische Signatur voraus. Ein PDF ohne Signatur erfüllt die Anforderung nicht.

!Mitbestimmung zu spät geklärt

Bewertungs- und Auswertungsfunktionen können nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mitbestimmungspflichtig sein. Wird der Betriebsrat erst zum Start informiert, verzögert das die Einführung.

Wie führen wir KI für Zeugnis- und Vertragserstellung ein?

Sechs Schritte von der Vorlagensichtung bis zum laufenden Betrieb. Nach dem Pilot entscheiden Sie über die Ausweitung.

1Vorlagen sichten

Wir sammeln Ihre Zeugnis- und Vertragsvorlagen ein, auch die informellen aus Ordnern und Postfächern, und markieren Widersprüche.

2Bausteine ordnen

Formulierungen werden Beurteilungsstufen, Positionen und Vertragsarten zugeordnet. Rechtsabteilung oder externe Beratung gibt sie frei.

3Datenquellen anbinden

Stammdaten, Ein- und Austrittsdaten und Tätigkeitsangaben kommen aus dem führenden Personalsystem, nicht aus einer Nebenliste.

4Freigabelauf festlegen

Wer beurteilt, wer formuliert, wer prüft, wer unterschreibt: Der Ablauf wird abgebildet und jeder Schritt protokolliert.

5Pilot mit echten Fällen

Ein Dokumenttyp läuft im Alltag mit. Personalreferat und Führungskräfte bewerten die Entwürfe an eigenen Vorgängen.

6Ausweiten und pflegen

Weitere Dokumenttypen folgen. Klauseländerungen, Signatur und Löschfristen werden in den laufenden Betrieb übernommen.

Wie können Sie KI für Zeugnis- und Vertragserstellung beauftragen?

Vier abgegrenzte Leistungspakete. Sie können bei der Bestandsaufnahme beginnen und erst danach über Umfang und Betrieb entscheiden.

01Bestandsaufnahme und Machbarkeit

Wir sichten Ihre Vorlagen, Formulierungen und Freigabewege, klären die Datenquellen und ordnen den Anwendungsfall rechtlich ein. Ergebnis ist eine Entscheidungsgrundlage mit Aufwandsrahmen.

Bestandsaufnahme anfragen
02Pilot mit einem Dokumenttyp

Wir setzen einen Dokumenttyp um, meist das Zwischenzeugnis oder den Standardarbeitsvertrag, mit echter Bausteinbibliothek und Freigabelauf. Sie beurteilen das Ergebnis an eigenen Fällen.

Pilot besprechen
03Anbindung an Ihre Personalsysteme

Wir verbinden die Lösung mit SAP HCM, SuccessFactors, Personio oder DATEV, legen Dokumente in der digitalen Personalakte ab und binden die qualifizierte elektronische Signatur ein.

Integration klären
04Betrieb und Pflege der Bausteine

Wir übernehmen Betrieb, Aktualisierung der Klauseln und Auswertung der Freigabeprotokolle oder schulen Ihr Team darin. Änderungen im Recht führen zu geprüften Bausteinversionen.

Betrieb anfragen

Häufige Fragen

Ist ein mit KI erstelltes Arbeitszeugnis rechtssicher?

Rechtssicher wird ein Zeugnis durch Inhalt und Freigabe, nicht durch das Werkzeug. Das System liefert einen Entwurf aus geprüften Bausteinen. Wahrheitsgehalt, Note und Wortwahl verantwortet die freigebende Person; die Prüfung wird protokolliert.

Was muss in einem Arbeitszeugnis stehen?

Nach § 109 GewO enthält das einfache Zeugnis mindestens Art und Dauer der Tätigkeit. Auf Verlangen erstreckt sich das qualifizierte Zeugnis zusätzlich auf Leistung und Verhalten im Arbeitsverhältnis. Diese Struktur bildet die Bausteinbibliothek ab.

Kann ein Arbeitszeugnis elektronisch ausgestellt werden?

Seit dem 1. Januar 2025 ist die elektronische Erteilung möglich, sofern die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer einwilligt. Vorausgesetzt wird eine qualifizierte elektronische Signatur. Einwilligung und Signatur gehören deshalb in den Freigabeprozess.

Fällt die Lösung unter den EU AI Act als Hochrisiko-System?

Anhang III Nr. 4 der Verordnung (EU) 2024/1689 betrifft Beschäftigung und Personalmanagement. Eine reine Formulierungsunterstützung ohne automatisierte Personalentscheidung lässt sich davon abgrenzen. Die Einstufung im Einzelfall gehört in eine rechtliche Prüfung.

Ist der Betriebsrat zu beteiligen?

Häufig ja. Enthält das Verfahren Bewertungsfunktionen oder wertet es Leistungsdaten aus, kann eine Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG bestehen. Wir empfehlen, den Betriebsrat früh in die Ausgestaltung einzubeziehen.

Brauchen wir eine neue Personalsoftware?

Nein. SAP HCM, SuccessFactors, Personio oder DATEV bleiben führend für Stammdaten. Ergänzt wird nur die Bausteinbibliothek mit Freigabelauf und Dokumentablage. Eine funktionierende Landschaft bauen wir nicht neu.

Erstgespräch zu Zeugnissen und Verträgen

Wir sehen uns Ihre Vorlagen und Freigabewege an und sagen Ihnen, was sich sinnvoll automatisieren lässt und was besser bei Menschen bleibt.

  • Erste Einordnung nach EU AI Act und DSGVO
  • Prüfung der vorhandenen Personalsysteme
  • Aufwandsrahmen für einen Pilotbetrieb
Gespräch vereinbaren