KI-BERATUNG UND AGENTISCHE KI

KI-Meeting-Zusammenfassung und Wissens-Extraktion aus Besprechungen

Eine KI-Meeting-Zusammenfassung wandelt das Transkript einer Besprechung in geprüfte Ergebnisse um: Entscheidungen, Aufgaben, Verantwortliche und Fristen landen dort, wo Ihr Team ohnehin arbeitet.

  • Entscheidungen und Aufgaben mit Verantwortlichen und Fristen
  • Einwilligung, Betriebsrat und Löschfristen von Beginn an geklärt
  • Übergabe nach Jira, Confluence, CRM oder ERP statt in ein weiteres Werkzeug

Was ist eine KI-Meeting-Zusammenfassung?

Eine KI-Meeting-Zusammenfassung ist ein automatisierter Arbeitsschritt, der eine Besprechungsaufzeichnung erst in Text überführt und diesen Text anschließend zu strukturierten Ergebnissen verdichtet: getroffene Entscheidungen, offene Punkte, Aufgaben mit Verantwortlichen und Terminen. Der Unterschied zu einem reinen Mitschnitt liegt in der Struktur. Nicht das Gespräch wird archiviert, sondern das, was daraus folgt. Die Freigabe bleibt bei der Person, die das Protokoll verantwortet.

Wir bauen diesen Ablauf so, dass er zu Ihren Besprechungsformaten, Ihren Zielsystemen und Ihrem Rechtsrahmen passt, statt Ihre Arbeitsweise an ein fertiges Werkzeug anzupassen.

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Was leistet eine KI-Meeting-Zusammenfassung im Arbeitsalltag?

Eine KI-Meeting-Zusammenfassung ist ein automatisierter Arbeitsschritt, der aus der Aufzeichnung einer Besprechung ein strukturiertes Ergebnis erzeugt: Entscheidungen, Aufgaben, Verantwortliche und Fristen, direkt einsatzbereit im Projekt- oder Ticketsystem. Für Projektleitung und Assistenz entfällt damit das nachträgliche Sortieren handschriftlicher Notizen. Der Ablauf beginnt mit der Aufnahme, läuft über Transkription und Verdichtung und endet mit einem Aufgabeneintrag im Zielsystem, den ein Mensch noch bestätigt.

Im Arbeitsalltag sieht das konkret so aus: Die Assistenz startet die Aufzeichnung zu Beginn des Termins, das System wandelt die Audiospur laufend in Text um und ordnet Redebeiträge den Sprechern zu. Nach dem Meeting liegt ein Entwurf vor, den die Projektleitung prüft, ergänzt und freigibt, bevor er als Protokoll verteilt oder als Aufgabe angelegt wird. Der Mensch bleibt an jeder Stelle Entscheider, die Software liefert den Rohentwurf.

Wichtig ist die Abgrenzung dreier Begriffe, die oft vermischt werden. Die Mitschrift ist die reine Textwiedergabe des Gesprochenen, ohne Bewertung. Die Zusammenfassung verdichtet diesen Text auf die wesentlichen Aussagen je Tagesordnungspunkt. Die Wissens-Extraktion geht einen Schritt weiter: Sie identifiziert aus dem Gespräch konkrete Aufgaben, Verantwortliche und Termine und übergibt diese strukturiert an ein Zielsystem, etwa ein Projekttool oder eine Kollaborationsplattform wie sie auf der Seite zur digitale Kollaboration beschrieben ist.

Diese drei Stufen bauen aufeinander auf und lassen sich einzeln oder gemeinsam einführen, je nachdem, wie weit ein Unternehmen bestehende Werkzeuge bereits nutzt und wie tief die Integration in die vorhandene IT-Landschaft reichen soll.

Welche Probleme löst die Wissens-Extraktion aus Meetings?

Die Wissens-Extraktion löst drei wiederkehrende Probleme: Niemand schreibt während des Gesprächs mit, weil alle inhaltlich beteiligt sind. Beschlüsse werden Wochen später bestritten, weil es keine verbindliche Aufzeichnung gibt. Und Aufgaben landen in privaten Notizblöcken einzelner Teilnehmer, statt zentral sichtbar zu sein. Eine KI-Meeting-Zusammenfassung schafft an allen drei Stellen eine nachvollziehbare, geteilte Grundlage.

Das erste Problem ist strukturell: Wer aktiv mitdiskutiert, kann nicht gleichzeitig vollständig protokollieren. Häufig übernimmt die Assistenz diese Aufgabe zusätzlich zu ihrer eigentlichen Rolle, oder es protokolliert niemand, und Absprachen bleiben mündlich. Das zweite Problem zeigt sich in der Praxis oft erst später: Zwei Wochen nach dem Termin erinnert sich eine Person an eine Zusage, eine andere widerspricht, und ohne Beleg lässt sich der Streit nicht klären. Das dritte Problem betrifft die Aufgabenverteilung: Notizen bleiben in persönlichen Blöcken oder E-Mail-Postfächern liegen, statt im Projektsystem sichtbar zu werden, wo Kolleginnen und Kollegen den Stand einsehen könnten.

Wie viel Arbeitszeit tatsächlich in Besprechungen fließt, lässt sich nur vorsichtig einordnen. Ein spürbarer Anteil der Wochenarbeitszeit entfällt nach vorsichtigen Erhebungen auf Besprechungen. Die genauen Werte variieren je nach Branche und Funktion, doch die Größenordnung macht deutlich, warum eine strukturierte Nachbereitung wirtschaftlich relevant ist: Jede Stunde, die durch doppelte Klärung oder verlorene Aufgaben verloren geht, addiert sich über ein Team schnell zu einem spürbaren Aufwand. Wie sich solches verstreutes Wissen wieder nutzbar machen lässt, beschreibt ein Beitrag zu verstreutes Wissen nutzbar machen und Produktivität messbar steigern.

Eine KI-Meeting-Zusammenfassung ersetzt dabei keine Diskussion und keine Entscheidung. Sie sorgt dafür, dass das, was besprochen wurde, an einer Stelle nachvollziehbar dokumentiert ist, statt sich auf Erinnerung und verstreute Notizen zu verlassen.

Wie entsteht aus einem Transkript ein Ergebnisprotokoll?

Aus einem Transkript entsteht ein Ergebnisprotokoll über eine feste Verarbeitungskette: Aufnahme, Umwandlung in Text, Zuordnung der Sprecher, Verdichtung je Tagesordnungspunkt und ein Entwurf, den die Projektleitung freigibt. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf, und an keiner Stelle wird ein Ergebnis automatisch verbindlich, bevor ein Mensch es bestätigt hat.

Am Anfang steht die Audioaufnahme des Meetings, üblicherweise über die vorhandene Konferenzsoftware oder ein separates Aufnahmegerät. Diese wird durch ein Spracherkennungsmodell in Text überführt, die Transkription. Anschließend erfolgt die Sprecherzuordnung, fachlich Speaker Diarization genannt: Das System unterscheidet anhand der Stimmmerkmale, wer wann gesprochen hat, und ordnet die Textabschnitte den einzelnen Teilnehmenden zu. Parallel dazu erhält jeder Abschnitt einen Zeitstempel, sodass sich eine Aussage im Zweifel bis zur genauen Stelle der Aufnahme zurückverfolgen lässt.

Der nächste Schritt ist die Verdichtung: Aus dem oft mehrere tausend Wörter langen Transkript wird der inhaltliche Kern herausgearbeitet und den Tagesordnungspunkten zugeordnet, sofern eine Agenda vorlag. Ohne Agenda gruppiert das System thematisch verwandte Abschnitte. Aus dieser Verdichtung entsteht das Ergebnisprotokoll: eine kompakte Darstellung von Entscheidungen, offenen Fragen und vereinbarten nächsten Schritten, im Unterschied zum reinen Verlaufsprotokoll, das jede Wortmeldung festhält.

Der entscheidende letzte Schritt ist die Freigabe. Das System liefert einen Entwurf, keine fertige Aktenlage. Projektleitung oder Protokollführung prüfen die Zuordnungen, korrigieren Missverständnisse und geben das Protokoll erst dann frei, bevor Aufgaben ins Zielsystem übertragen oder Beschlüsse verteilt werden. Diese Struktur ähnelt Abläufen, wie sie auch bei der intelligenten Dokumentenverarbeitung beschrieben werden, wo Text automatisiert verarbeitet, aber jede rechtlich relevante Zuordnung von Menschen geprüft wird.

Wie erkennt eine KI-Meeting-Zusammenfassung Aufgaben und Verantwortliche?

Eine KI-Meeting-Zusammenfassung erkennt Aufgaben an typischen Zusagemustern wie ich kümmere mich darum oder wir schicken das bis Freitag, und ordnet sie dem sprechenden oder genannten Teilnehmer zu. Sicher ist diese Zuordnung nie vollständig: Pronomen, Konjunktive und vage Formulierungen erschweren die Erkennung, weshalb jeder Vorschlag als Entwurf markiert bleibt und von einer Person bestätigt werden muss.

Sprachlich verrät sich eine Zusage oft an Signalwörtern wie werde, übernehme, kümmere mich oder bis wann. Schwierig wird es bei Sätzen wie das sollte eigentlich jemand machen oder man könnte das noch prüfen: Hier fehlt ein klarer Adressat, und ein Konjunktiv signalisiert Unsicherheit statt Verbindlichkeit. Auch Pronomen wie er, sie oder wir lassen sich nur zuordnen, wenn der vorherige Gesprächsverlauf eindeutig war, was bei überlappenden Wortbeiträgen nicht immer gelingt.

Um die Zuordnung zu stützen, gleicht das System die im Gespräch genannten Namen mit der Teilnehmerliste aus dem Kalendereintrag ab. Wird im Meeting nur der Vorname genannt, hilft der Abgleich mit den eingeladenen Personen, die richtige Person zu identifizieren, sofern sie eindeutig ist. Bei mehreren Personen mit demselben Vornamen oder bei Gästen ohne Kalendereintrag bleibt die Zuordnung unsicher und wird entsprechend gekennzeichnet.

Diese Grenzen werden bewusst offen kommuniziert: Eine KI-Meeting-Zusammenfassung schlägt Aufgaben und Verantwortliche vor, sie legt sie nicht endgültig fest. Die Projektleitung prüft jeden Vorschlag, bevor er als Aufgabe im Zielsystem verbindlich wird. Damit bleibt die Verantwortung für die inhaltliche Richtigkeit dort, wo sie hingehört: bei den Menschen, die am Gespräch beteiligt waren, nicht beim System, das es ausgewertet hat.

Welche rechtlichen Grundlagen gelten für Meeting-Aufzeichnungen?

Für Meeting-Aufzeichnungen gelten zwei getrennte rechtliche Ebenen: Das Strafrecht über § 201 StGB schützt die Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes und trifft die handelnde Person persönlich, unabhängig von jedem berechtigten Interesse. Parallel dazu regelt die DSGVO über Art. 6 und § 26 BDSG, ob und wie personenbezogene Daten aus der Aufnahme verarbeitet werden dürfen. Ein Verstoß gegen die DSGVO trifft das Unternehmen als Bußgeld, ein Verstoß gegen § 201 StGB die einzelne Person strafrechtlich.

Diese Trennung wird in der Praxis häufig übersehen. § 201 StGB verlangt grundsätzlich die Einwilligung aller Aufgezeichneten, bevor ein nicht öffentlich gesprochenes Wort aufgenommen wird. Es gibt hierbei kein berechtigtes Interesse, mit dem sich das Fehlen einer Einwilligung rechtfertigen ließe, wie es im Datenschutzrecht als Abwägungsgrund existiert. Wer ohne Zustimmung aufzeichnet, handelt strafbar, selbst wenn das Unternehmen ein nachvollziehbares Interesse an der Dokumentation hat.

Auf der zweiten Ebene, dem Datenschutz, braucht die Verarbeitung der Aufnahme eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO, im Beschäftigungskontext häufig gestützt auf § 26 BDSG, der die Verarbeitung von Beschäftigtendaten für Zwecke des Arbeitsverhältnisses regelt. Setzt das Unternehmen einen externen Dienstleister für Transkription oder Zusammenfassung ein, ist zusätzlich ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO erforderlich, der festlegt, wie der Anbieter mit den Daten umgehen darf und wo sie verarbeitet werden.

Für Unternehmen bedeutet das in der Einführung: Die Frage nach der Rechtsgrundlage lässt sich nicht pauschal mit ja beantworten, sie hängt von Zweck, Speicherort und eingesetztem Werkzeug ab. Wer eine KI-Meeting-Zusammenfassung einführen will, sollte diese Prüfung vor der technischen Umsetzung durchführen, nicht danach, denn ein AVV lässt sich nachträglich schließen, eine bereits erfolgte, unzulässige Aufzeichnung nicht rückgängig machen.

Brauche ich die Einwilligung aller Teilnehmer?

Ja, für eine Meeting-Aufzeichnung ist die ausdrückliche Einwilligung aller Teilnehmenden erforderlich. Schweigen oder bloßes Weiterreden nach dem Hinweis auf die Aufnahme genügt nicht als Zustimmung. Es braucht eine aktive Bestätigung zu Beginn des Termins und eine echte, praktisch nutzbare Möglichkeit, am Gespräch ohne Aufzeichnung teilzunehmen.

In der Praxis bedeutet das eine kurze, klar formulierte Ansage zu Beginn: Die Aufzeichnung startet, sie dient der Protokollierung, und wer nicht einverstanden ist, kann dies vor Beginn oder während des Termins äußern, ohne dass daraus ein Nachteil entsteht. Viele Konferenzsysteme bieten eine technische Bestätigungsfunktion, die diese Zustimmung dokumentiert. Fehlt eine solche Funktion, sollte die mündliche Zustimmung protokolliert werden, etwa durch einen kurzen Vermerk im Kalendereintrag oder in der Einladung.

Wichtig ist auch der Widerruf: Teilnehmende müssen die Möglichkeit haben, ihre Zustimmung während des Meetings zurückzuziehen, etwa wenn ein sensibler Punkt besprochen wird. In diesem Fall sollte die Aufzeichnung pausiert und der betreffende Abschnitt nicht verarbeitet werden. Wer diesen Ablauf sauber gestaltet, vermeidet nicht nur rechtliches Risiko, sondern auch das praktische Problem, dass Teilnehmende aus Unsicherheit gar nicht offen sprechen, sobald sie wissen, dass aufgezeichnet wird.

Bei wiederkehrenden Terminen mit festem Teilnehmerkreis lässt sich die Einwilligung einmalig dokumentieren und für Folgetermine referenzieren, sofern sich der Teilnehmerkreis nicht ändert. Kommen neue Personen hinzu, muss die Einwilligung erneut eingeholt werden, bevor die Aufzeichnung beginnt.

Muss der Betriebsrat einer KI-Meeting-Zusammenfassung zustimmen?

Ja, in aller Regel greift die Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Die Vorschrift verlangt keinen Nachweis, dass tatsächlich überwacht wird. Es genügt die objektive Eignung der Technik zur Verhaltens- oder Leistungskontrolle. Eine KI-Meeting-Zusammenfassung, die Redeanteile, Wortmeldungen oder Zusagen einzelnen Personen zuordnet, erfüllt dieses Kriterium fast immer, unabhängig davon, wie das Unternehmen die Nutzung später handhabt.

Unabhängig von der Zustimmungspflicht bestehen zusätzlich Informationsrechte. Nach § 80 Abs. 2 BetrVG muss der Betriebsrat rechtzeitig und umfassend über die geplante Software unterrichtet werden, nach § 90 BetrVG bereits bei der Planung neuer Arbeitsverfahren. Wer erst nach der Einführung informiert, riskiert eine Unterlassungsforderung und verzögert das Projekt stärker, als eine frühe Abstimmung gekostet hätte.

Eine Betriebsvereinbarung schafft hier Klarheit für beide Seiten. Sie sollte typischerweise folgende Punkte regeln:

In der Praxis zeigt sich, dass diese Aushandlung schneller verläuft, wenn IT und Personalabteilung von Anfang an gemeinsam auftreten und Löschfristen sowie Zugriffsrechte bereits mit einem Entwurf in die Verhandlung gehen, statt Grundsatzfragen erst am Verhandlungstisch zu klären. Ein bestehendes Hinweisgebersystem zeigt beispielhaft, wie ein sensibles Meldeverfahren mit klaren Zugriffsrechten und Rollen ausgestaltet werden kann.

Wie lange dürfen Aufnahmen und Transkripte gespeichert werden?

Es gibt keine feste gesetzliche Frist für Meeting-Aufnahmen. Maßgeblich ist der Zweck der Verarbeitung: Sobald das freigegebene Protokoll vorliegt und die Aufgaben übernommen sind, entfällt die Erforderlichkeit für Audio und Rohtranskript. In der Praxis hat sich eine Löschung von Audiodaten nach wenigen Tagen und von Transkripten nach etwa 90 Tagen als Konvention etabliert, nicht als Rechtsnorm.

Diese 90 Tage sind ein in der Branche verbreiteter Richtwert, keine Vorgabe aus DSGVO oder Betriebsverfassungsgesetz. Unternehmen sollten die Frist an ihre eigenen Aufbewahrungspflichten und an die Betriebsvereinbarung anpassen, statt sie unreflektiert zu übernehmen. Wichtig ist die getrennte Betrachtung der drei Datenarten, da sie unterschiedlichen Zwecken dienen und unterschiedlich sensibel sind.

Das freigegebene Ergebnisprotokoll unterscheidet sich von Audio und Rohtranskript: Es enthält keine Stimmproben und keine ungeprüften Aussagen mehr, sondern abgestimmte Entscheidungen und Aufgaben. Für dieses Dokument gelten oft die allgemeinen Aufbewahrungsfristen für Geschäftsunterlagen, die deutlich länger sein können als die Frist für die Rohdaten.

Wo werden die Daten einer KI-Meeting-Zusammenfassung verarbeitet?

Der Verarbeitungsort hängt vom gewählten Betriebsmodell ab: EU-Hosting bei einem europäischen Rechenzentrum, lokale Verarbeitung auf eigener Infrastruktur oder ein Drittlandtransfer in die USA. Bei US-Anbietern greift meist das EU-US Data Privacy Framework als Rechtsgrundlage, das aber politisch und rechtlich immer wieder infrage gestellt wird und daher keine dauerhafte Sicherheit bietet.

Für Unternehmen mit sensiblen Besprechungsinhalten, etwa aus Rechtsabteilung, Personalwesen oder Entwicklung, ist die Frage nach dem physischen Speicherort der Aufnahmen kein Randthema. Bevor ein Anbieter ausgewählt wird, sollte geprüft werden, wo Audio und Transkript tatsächlich liegen und ob Inhalte zum Modelltraining verwendet werden – bei kostenlosen Plänen ist Letzteres deutlich häufiger der Fall als bei geschäftlichen Tarifen mit vertraglicher Zusicherung. Eine Übersicht zu Hostingoptionen ordnet ein, welche Hostingmodelle sich für welchen Schutzbedarf eignen.

Wer diese Abhängigkeit von einem externen Anbieter vermeiden will, kann auf lokale Betriebsmodelle für Spracherkennung und Zusammenfassung setzen. Dabei laufen Transkription und Auswertung auf eigener oder vertraglich klar zugeordneter Infrastruktur, ohne dass Rohdaten das Unternehmen verlassen. ANCUD IT setzt solche Umgebungen im Rahmen privater und lokaler KI-Assistenten um, wenn Vertraulichkeit oder Kundenauflagen dies verlangen. Mehr dazu findet sich unter private und lokale Coding-Assistenten.

In jedem Fall gehört die Prüfung des Verarbeitungsortes, der Unterauftragsverarbeiter und der AVV-Regelungen zur technischen Bestandsaufnahme, bevor eine KI-Meeting-Zusammenfassung produktiv eingeführt wird. Das gilt unabhängig davon, ob am Ende Cloud oder lokale Verarbeitung gewählt wird.

Wie genau sind Transkription und Zusammenfassung auf Deutsch?

Moderne Spracherkennung erreicht auf klar gesprochenem Hochdeutsch gute Ergebnisse, verliert aber an Genauigkeit bei starkem Dialekt, überlappendem Sprechen, Hintergrundgeräuschen und branchenspezifischen Fachbegriffen. Fremdwörter und Produktnamen werden häufig falsch erkannt, wenn sie dem Sprachmodell nicht bekannt sind. Eine realistische Einordnung gehört zu jeder seriösen Einführung, unrealistische Genauigkeitsversprechen sind ein Warnsignal.

Ein Wörterbuch für Produktnamen, Kundennamen und interne Abkürzungen verbessert die Trefferquote deutlich, weil es der Transkription bekannte Begriffe vorgibt, statt sie erraten zu lassen. Dieses Wörterbuch muss gepflegt werden, wenn sich Produktportfolio oder Projektnamen ändern, sonst veraltet es und die Fehlerquote steigt wieder unbemerkt.

Entscheidend ist, dass die Qualität einer KI-Meeting-Zusammenfassung nicht allein an der Wortfehlerrate der Transkription gemessen wird. Ein Protokoll kann trotz einzelner Erkennungsfehler im Rohtext inhaltlich korrekt sein, wenn Aufgaben, Verantwortliche und Fristen richtig extrahiert wurden. Umgekehrt hilft eine fehlerfreie Transkription wenig, wenn die Zusammenfassung Zusammenhänge falsch gewichtet oder Ironie als Zusage missversteht.

Deshalb prüft ANCUD IT bei der Einführung nicht nur die reine Erkennungsgenauigkeit, sondern das Ergebnisprotokoll in seiner Gesamtheit: Stimmen Aufgaben, Verantwortliche und Fristen mit dem tatsächlichen Gesprächsverlauf überein. Diese Prüfung erfolgt anhand echter Beispielmeetings aus dem Unternehmen, nicht anhand allgemeiner Benchmarks.

Ersetzt eine KI-Meeting-Zusammenfassung den Protokollführer?

Nein. Eine KI-Meeting-Zusammenfassung erstellt einen Entwurf aus Transkript und erkannten Aufgaben, ersetzt aber nicht die Person, die das Protokoll prüft und freigibt. Moderation, Priorisierung strittiger Punkte und die inhaltliche Entscheidung, was tatsächlich beschlossen wurde, bleiben Aufgaben von Menschen im Meeting, nicht der Software.

Der Agent liest das Gespräch und schlägt eine Struktur aus Entscheidungen, offenen Punkten und Zuständigkeiten vor. Freigeben darf er das Protokoll nicht. Diese Freigabe liegt bei einer benannten Person, meist der Moderation oder einer Assistenz, die den Entwurf gegen ihre eigene Erinnerung an das Gespräch abgleicht und Korrekturen einträgt, bevor das Dokument verteilt wird.

Die Haftungsfrage folgt aus dieser Rollenverteilung: Wird eine fehlerhafte Zusammenfassung ungeprüft verteilt und entsteht daraus ein Schaden, etwa eine falsch dokumentierte Zusage gegenüber einem Kunden, liegt die Verantwortung bei der Organisation und der freigebenden Person, nicht beim eingesetzten Werkzeug. Der Freigabeschritt ist deshalb kein formaler Zusatz, sondern der Punkt, an dem Verantwortung tatsächlich übernommen wird.

Wer diesen Schritt aus Zeitgründen überspringt, verlagert das Risiko lediglich in die Zukunft. Ein sauber protokollierter Freigabeprozess, mit Zeitstempel und Namen der prüfenden Person, schützt im Streitfall besser als jede Genauigkeitsangabe des Herstellers.

Wie kommen Aufgaben aus dem Protokoll in Jira, CRM oder ERP?

Die Übergabe erfolgt über Schnittstellen zu den bestehenden Systemen, nicht über manuelles Abtippen. Erkannte Aufgaben aus der KI-Meeting-Zusammenfassung werden mit Titel, Verantwortlicher Person und Frist an Jira, ein CRM oder ein ERP-System wie SAP übergeben, sobald das Protokoll freigegeben ist, nicht vorher. Wie eine solche Übergabe für automatisiertes Ticket Routing konkret aussieht, zeigt die entsprechende Übersicht.

Eine reine Aufgabenerkennung reicht dafür nicht aus. Notwendig ist eine Übergabelogik, die prüft, ob ein Vorgang bereits existiert, bevor sie einen neuen anlegt. Ohne diesen Abgleich entstehen Dubletten, etwa wenn dieselbe Aufgabe in zwei aufeinanderfolgenden Meetings erneut genannt wird. Der Abgleich läuft typischerweise über Vorgangsnummer, Kundenbezug oder eine Ähnlichkeitsprüfung des Aufgabentextes.

Sinnvoll ist außerdem ein Rückverweis vom angelegten Vorgang auf die genaue Stelle im Transkript, an der die Aufgabe entstanden ist. Wer im Zielsystem nachfragt, warum ein Ticket existiert, findet so in wenigen Klicks die Passage im Gespräch, statt das gesamte Meeting erneut anzuhören. Diese Nachvollziehbarkeit ist besonders bei strittigen oder unklar formulierten Zusagen wertvoll.

Statt jede Aufgabe einzeln automatisch anzulegen, empfiehlt sich meist eine Sammelfreigabe: Die vorgeschlagenen Aufgaben werden gebündelt angezeigt, eine verantwortliche Person bestätigt oder korrigiert sie, und erst danach erfolgt die Übertragung ins Zielsystem. Das reduziert Fehlanlagen und passt zu einem Arbeitsalltag, in dem viele Unternehmen bereits Arbeitszeit und Vorgänge systematisch erfassen und entsprechend Wert auf saubere Anbindung an bestehende Systeme legen. Wie sich solche Schnittstellen technisch sauber und dauerhaft wartbar umsetzen lassen, zeigt die Übersicht zu intelligenter Dokumentenverarbeitung.

Was unterscheidet eine eigene Lösung von Standardwerkzeugen?

Standardwerkzeuge wie Otter, Fireflies, tl;dv, Microsoft Copilot in Teams oder Zoom AI Companion genügen, wenn ein Team ausschließlich mit den vorgesehenen Anbietersystemen arbeitet, US-Verarbeitung akzeptiert und Ergebnisse manuell weiterträgt. Eine eigene KI-Meeting-Zusammenfassung wird nötig, sobald Verarbeitungsort, Schnittstellen zu bestehenden Systemen oder unternehmensspezifische Protokollformate feste Anforderungen sind, die kein Standardpaket abdeckt.

Die Produktseiten der genannten Anbieter beschreiben Funktionen, aber selten, wo Audio und Transkript tatsächlich liegen und ob Inhalte zum Training weiterverwendet werden. Genau das sollte vor der Einführung geprüft werden. Für viele Mittelständler ist diese Prüfung der eigentliche Auslöser, statt eines Standardtools eine angepasste Lösung zu beauftragen, die On-Premise oder in einer EU-Region betrieben wird, etwa im Rahmen von sicheren und souveränen KI-Anwendungen.

Auch die Weiterverarbeitung entscheidet: Ein Standardwerkzeug liefert eine Zusammenfassung im eigenen Format. Soll das Ergebnis strukturiert in SAP, ein Ticketsystem oder eine bestehende Wissensdatenbank fließen, braucht es eine Schnittstelle, die kein Fertigprodukt mitbringt. Die folgende Übersicht ordnet beide Wege ein.

Welche Risiken hat eine KI-Meeting-Zusammenfassung?

Die größten Risiken einer KI-Meeting-Zusammenfassung sind erfundene Inhalte, verkürzte Wiedergabe von Widerspruch, falsch zugeordnete Sprecher, die versehentliche Aufzeichnung vertraulicher Personalgespräche und ein Team, das bei laufender Aufnahme schweigt. Jedes dieser Risiken lässt sich durch eine konkrete Gegenmaßnahme im Prozess begrenzen, nicht durch die Wahl eines besonders leistungsfähigen Modells.

Ein Sprachmodell kann Aussagen ergänzen, die im Gespräch so nicht fielen, insbesondere bei schlechter Tonqualität. Gegenmaßnahme ist die Pflicht, jedes automatisch erzeugte Protokoll vor Versand durch eine teilnehmende Person freizugeben. Ähnlich verhält es sich mit Widerspruch: Eine Zusammenfassung neigt dazu, Diskussionen auf das Ergebnis zu verkürzen und abweichende Meinungen wegzulassen. Dagegen hilft eine feste Formatvorgabe, die auch offene Punkte und Gegenstimmen als eigene Kategorie ausweist.

Falsch zugeordnete Sprecher sind bei Telefonkonferenzen mit ähnlichen Stimmen oder schlechter Audioqualität häufig. Hier prüft eine kurze Nachkontrolle stichprobenartig, ob Aussage und genannte Person zusammenpassen, bevor Aufgaben verteilt werden. Deutlich schwerer wiegt die versehentliche Aufzeichnung vertraulicher Personalgespräche, etwa wenn ein Meeting-Tool automatisch mitläuft. Diesem Risiko begegnet man technisch, indem bestimmte Kalendereinträge oder Räume von der automatischen Aufzeichnung ausgeschlossen werden.

Schweigt die Belegschaft, sobald die Aufnahme läuft, ist das kein technisches, sondern ein Vertrauensproblem. Es entsteht, wenn Teilnehmer nicht wissen, wer die Aufzeichnung später einsieht und wie lange sie gespeichert bleibt. Gegenmaßnahme ist eine offene Kommunikation vor der Einführung, gemeinsam mit dem Betriebsrat abgestimmt, verbunden mit klaren Löschfristen und einem Verzicht auf die Aufzeichnung sensibler Formate.

Wie führen wir eine KI-Meeting-Zusammenfassung ein?

Die Einführung einer KI-Meeting-Zusammenfassung beginnt mit einer Bestandsaufnahme der genutzten Werkzeuge und Besprechungsformate, gefolgt von einem Pilotbetrieb mit einem einzigen, klar abgegrenzten Format und erst danach dem Übergang in den Regelbetrieb. Ungeeignete Gesprächsarten werden von Anfang an ausgeschlossen, und Beteiligte werden gemäß Art. 4 EU-KI-Verordnung im Umgang mit dem System geschult.

In der Bestandsaufnahme wird erfasst, welche Besprechungsformate regelmäßig stattfinden, wer teilnimmt und welche Ergebnisse heute manuell protokolliert werden. Daraus folgt die Auswahl eines geeigneten Piloten, typischerweise ein wiederkehrendes internes Statusmeeting mit überschaubarem Teilnehmerkreis, dessen Ergebnis wenig Konfliktpotenzial birgt. Bewusst ausgeschlossen bleiben Personalgespräche, Kündigungsgespräche, Gespräche mit dem Betriebsrat selbst und alles, was unter § 201 StGB fällt.

Der Pilot läuft über mehrere Wochen mit fester Rückmeldeschleife: Teilnehmer prüfen jedes erzeugte Protokoll und melden Fehler an das Projektteam. Erst wenn Erkennungsqualität und Akzeptanz stabil sind, wird das Format auf weitere Bereiche ausgeweitet. Parallel dazu verlangt Art. 4 der EU-KI-Verordnung, dass Personen, die mit dem System arbeiten oder dessen Ergebnisse nutzen, über Funktionsweise und Grenzen geschult werden, bevor sie es einsetzen.

Wer die entstehenden Protokolle strukturiert weiterverarbeiten will, etwa als durchsuchbare Wissensbasis, findet in bestehenden Werkzeugen zur digitalen Kollaboration einen Anschluss, der ohne Bruch der Prozesse funktioniert. Der Regelbetrieb wird erst freigegeben, wenn Löschfristen, Zugriffsrechte und Freigabeprozess dokumentiert sind.

Was kostet eine KI-Meeting-Zusammenfassung?

Die Kosten einer KI-Meeting-Zusammenfassung hängen von Zahl und Länge der Besprechungen, dem gewählten Verarbeitungsort, der Zahl der Zielsysteme, den benötigten Sprachen und dem Umfang der rechtlichen Abstimmung ab. Pauschale Preise nennen wir bewusst nicht, weil sie ohne diese Faktoren irreführend wären. Der erste Schritt ist eine technische Bestandsaufnahme, die diese Größen konkret erfasst.

Mehr Besprechungen und längere Aufzeichnungen erhöhen den Rechenaufwand für Transkription und Zusammenfassung. On-Premise-Verarbeitung oder EU-Hosting kosten in der Regel mehr als der Standardbetrieb eines US-Anbieters, schaffen aber Kontrolle über Speicherort und Trainingsdatennutzung. Jedes zusätzliche Zielsystem, etwa ein CRM neben einem Ticketsystem, bedeutet eine weitere Schnittstelle mit eigenem Pflegeaufwand.

Mehrsprachige Teams erhöhen den Aufwand für Spracherkennung und Sprecherzuordnung, besonders bei wechselnden Sprachen im selben Gespräch. Die rechtliche Abstimmung mit Datenschutz und Betriebsrat ist ein eigener Kostenblock, der von der Komplexität der bestehenden Betriebsvereinbarungen abhängt. Hinzu kommt der laufende Betrieb: Modellaktualisierungen, Überwachung der Erkennungsqualität und Anpassung an neue Formate verursachen wiederkehrende Kosten, die separat budgetiert werden sollten.

Wer die tatsächlichen Kostentreiber im eigenen Haus kennenlernen will, beginnt mit einer Bestandsaufnahme der genutzten Werkzeuge und Formate. Daraus lässt sich ein realistischer Rahmen ableiten, statt mit einer Zahl zu arbeiten, die den eigenen Fall nicht abbildet.

Woran messen Sie den Nutzen der Wissens-Extraktion?

Der Nutzen einer KI-Meeting-Zusammenfassung zeigt sich an beobachtbaren Veränderungen: dem Anteil der Protokolle, die ohne Korrektur freigegeben werden, der Zahl nachträglich korrigierter Aufgaben, dem Zeitpunkt der Protokollversendung nach dem Meeting und der Zahl der Rückfragen zu getroffenen Beschlüssen. Erfundene Prozentsätze nennen wir bewusst nicht, sondern schlagen eine Vorher-Nachher-Messung vor.

Vor der Einführung wird erfasst, wie lange die Protokollerstellung heute dauert, wie oft Aufgaben falsch zugeordnet werden und wie häufig Rückfragen zu Beschlüssen im Nachgang auftreten. Diese Ausgangswerte stammen aus der bestehenden Praxis, nicht aus Schätzungen. Nach der Einführung des Piloten werden dieselben Größen über denselben Zeitraum erneut erhoben.

Sinkt die Zeit zwischen Meetingende und Protokollversand deutlich, ist das ein belastbares Signal. Steigt hingegen der Anteil der Protokolle, die vor Freigabe korrigiert werden müssen, deutet das auf ein ungeeignetes Format oder schlechte Audioqualität hin und ist ebenso ein wichtiges Messergebnis wie ein positiver Effekt. Diese Messung wird über mehrere Besprechungszyklen fortgeführt, bevor über eine Ausweitung entschieden wird.

Wie geht es nach dem ersten Gespräch weiter?

Nach dem ersten Gespräch folgt eine technische Bestandsaufnahme der genutzten Werkzeuge und Besprechungsformate, die Auswahl eines geeigneten Piloten, die Abstimmung mit Datenschutz und Betriebsrat sowie der Start des Pilotbetriebs. Erst wenn dieser stabil läuft, wird über eine Ausweitung auf weitere Formate entschieden.

Die Bestandsaufnahme klärt, welche Systeme heute bereits genutzt werden und wo Protokolle landen sollen, etwa in einer Projektdatenbank oder einem Ticketsystem. Parallel wird mit Datenschutzbeauftragten und, wo vorhanden, dem Betriebsrat geklärt, welche Formate für die Aufzeichnung infrage kommen und welche ausgeschlossen bleiben. Diese Abstimmung ist kein Formalschritt, sondern entscheidet über die Akzeptanz im Team.

Wer bereits Erfahrung mit KI-gestützter Textverarbeitung im Unternehmen sammeln will, findet ergänzende Hinweise in unserer KI-Beratung für Unternehmen. Der Pilot selbst läuft über mehrere Wochen mit festem Feedbackkanal, bevor eine Entscheidung über den Regelbetrieb fällt. ANCUD begleitet diesen Weg von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Übergabe an den laufenden Betrieb, etwa im Rahmen der Unternehmensberatung.

Was eine KI-Meeting-Zusammenfassung im Betrieb konkret liefert

Nicht der Mitschnitt ist das Ergebnis, sondern das, was danach passiert. Diese sechs Bausteine bilden den Kern einer Lösung, die im Alltag getragen wird.

01Beschlüsse festhalten

Jede getroffene Entscheidung wird mit Datum, Beteiligten und der Stelle im Gespräch erfasst, an der sie gefallen ist. Zwei Wochen später ist nachlesbar, was vereinbart wurde.

02Aufgaben mit Namen und Frist

Aus Zusagen im Gespräch werden Einträge mit verantwortlicher Person und Termin. Unklare Zusagen werden als offener Punkt markiert, nicht geraten.

03Sprecher richtig zuordnen

Die Sprecherzuordnung verbindet Redebeiträge mit der Teilnehmerliste aus dem Kalender. Wo die Zuordnung unsicher ist, weist das System darauf hin.

04Freigabe vor Versand

Das System erstellt einen Entwurf. Die protokollführende Person prüft, korrigiert und gibt frei. Erst danach geht das Protokoll heraus und Aufgaben werden angelegt.

05Übergabe ins Zielsystem

Freigegebene Aufgaben landen in Jira, im Ticketsystem, im CRM oder in Confluence. Kein zusätzliches Werkzeug, das niemand öffnet.

06Löschen nach Plan

Audio, Transkript und freigegebenes Protokoll haben getrennte Fristen. Was seinen Zweck erfüllt hat, verschwindet automatisch und nachweisbar.

Wie läuft eine KI-Meeting-Zusammenfassung technisch ab?

Zwischen dem gesprochenen Satz und der Aufgabe im Zielsystem liegen mehrere Schritte. Jeder davon ist prüfbar und kann einzeln abgeschaltet werden.

  • Aufnahme startet erst nach Hinweis und Bestätigung der Teilnehmenden
  • Transkription mit Zeitstempeln und Zuordnung der Redebeiträge
  • Verdichtung zu Beschlüssen, Aufgaben und offenen Punkten
  • Entwurf zur Prüfung an die protokollführende Person
  • Übergabe der freigegebenen Punkte an Jira, CRM oder Confluence
Schematische Darstellung der Verarbeitungskette einer KI-Meeting-Zusammenfassung von der Aufnahme bis zur Aufgabe
Von der Aufzeichnung bis zum freigegebenen Protokoll: jeder Schritt bleibt einzeln nachvollziehbar.
Rechtliche Prüfung vor Einführung einer KI-Meeting-Zusammenfassung mit Einwilligung und Betriebsvereinbarung
Ein Bußgeld trifft das Unternehmen. § 201 StGB trifft die Person, die aufzeichnet.

Welche rechtlichen Fragen klären wir vor dem ersten Mitschnitt?

Die Einführung scheitert selten an der Technik. Sie scheitert daran, dass Einwilligung und Mitbestimmung nicht geklärt wurden und das halbe Team das Mikrofon abschaltet.

  • Vertraulichkeit des Wortes nach § 201 StGB: Aufzeichnung nur mit Zustimmung
  • Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO und § 26 BDSG schriftlich festhalten
  • Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG frühzeitig einbeziehen
  • Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit allen Beteiligten
  • Eintrag im Verarbeitungsverzeichnis samt Löschfristen

Wie fügt sich die Wissens-Extraktion in Ihre Systeme ein?

Ein Protokoll, das in einem eigenen Portal liegt, wird nicht gelesen. Ergebnisse gehören dorthin, wo die Arbeit ohnehin stattfindet.

  • Aufgaben als Vorgänge in Jira oder im vorhandenen Ticketsystem
  • Beschlüsse als Seite in Confluence, verlinkt mit dem Vorgang
  • Gesprächsnotizen zum passenden Datensatz im CRM
  • Rückverweis vom Vorgang auf die Belegstelle im Transkript
  • Erkennung von Dubletten, damit kein Punkt doppelt entsteht
Übergabe der Ergebnisse einer KI-Meeting-Zusammenfassung an Ticketsystem, Wissensablage und CRM
Die Ergebnisse wandern in vorhandene Systeme, nicht in ein weiteres Werkzeug.
Protokollführende Person prüft und gibt den Entwurf einer KI-Meeting-Zusammenfassung frei
Die KI-Meeting-Zusammenfassung liefert den Entwurf. Freigeben darf sie ihn nicht.

Wo bleibt der Mensch in der Verantwortung?

Das System entwirft, der Mensch entscheidet. Diese Grenze ist keine Zurückhaltung, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Ergebnisse belastbar sind.

  • Kein Protokoll verlässt das Haus ohne Freigabe durch eine benannte Person
  • Unsichere Passagen werden markiert statt geglättet
  • Personalgespräche und Gremiensitzungen bleiben ausgeschlossen
  • Korrekturen fließen in die Verbesserung der Vorlagen zurück
  • Wer welche Fassung freigegeben hat, ist protokolliert

Wo sich eine KI-Meeting-Zusammenfassung im Mittelstand lohnt

Drei typische Ausgangslagen aus unserer Beratungspraxis, jeweils als Branchentyp beschrieben. Die Ergebnisse benennen, was danach anders ist.

Mittelständischer Maschinenbau

Projektbesprechungen ohne verlorene Zusagen
Herausforderung
In der wöchentlichen Projektrunde sagen Konstruktion, Einkauf und Fertigung Termine zu. Die Projektleitung notiert mit, schreibt das Protokoll abends und trägt Aufgaben am nächsten Tag in Jira nach. Regelmäßig fällt etwas hinten runter.
Lösung
Die Besprechung wird nach Hinweis und Bestätigung aufgezeichnet. Aus dem Transkript entsteht ein Entwurf mit Beschlüssen und Aufgaben, den die Projektleitung prüft und freigibt. Erst danach werden Vorgänge angelegt.
Ergebnis
  • Aufgaben tragen Name und Termin
  • Protokoll liegt am Sitzungstag vor
  • Beschlüsse sind auf die Gesprächsstelle rückverfolgbar

Beratungs- und Ingenieurdienstleister

Kundengespräche im CRM statt im Notizbuch
Herausforderung
Beraterinnen und Berater führen täglich Kundentermine. Was besprochen wurde, steht in persönlichen Notizen. Bei Urlaub oder Wechsel fehlt der Nachfolge die Vorgeschichte, und Zusagen an Kunden sind nicht auffindbar.
Lösung
Nach Zustimmung der Kundenseite wird der Termin verarbeitet. Eine kurze Gesprächsnotiz mit vereinbarten nächsten Schritten wird dem Kundendatensatz zugeordnet, nachdem die verantwortliche Person sie freigegeben hat.
Ergebnis
  • Gesprächsverlauf steht am Kundendatensatz
  • Zugesagte nächste Schritte sind auffindbar
  • Übergabe bei Wechsel ohne Rückfragerunde

Öffentlicher Auftraggeber

Gremienprotokolle in einheitlicher Form
Herausforderung
Die Geschäftsstelle protokolliert Sitzungen von Hand. Jede Person schreibt anders, Beschlusstexte weichen in der Formulierung ab, und die Nachbereitung dauert bis in die Folgewoche.
Lösung
Die Verarbeitung läuft in der eigenen Umgebung ohne Datenabfluss. Eine feste Vorlage trennt Beschluss, Begründung und offene Punkte. Die Geschäftsstelle prüft den Entwurf und zeichnet ihn frei.
Ergebnis
  • Beschlusstexte folgen einer festen Form
  • Audio wird nach Freigabe automatisch gelöscht
  • Nachbereitung endet am Sitzungstag

Welche Grenzen hat eine KI-Meeting-Zusammenfassung?

Wir benennen die Schwachstellen vorab, weil sie im Betrieb ohnehin auftreten. Zu jeder gehört eine Gegenmaßnahme, die wir mit einbauen.

!Erfundene oder geglättete Inhalte

Zusammenfassungen können Aussagen zuspitzen oder Widerspruch verschlucken. Wir markieren unsichere Passagen und verweisen auf die Belegstelle im Transkript, damit die Prüfung nicht ins Blaue geht.

?Falsch zugeordnete Sprecher

Bei Durcheinanderreden, Telefoneinwahl oder gemeinsamem Raummikrofon geraten Beiträge an die falsche Person. Die Zuordnung wird mit der Teilnehmerliste abgeglichen und bei Zweifel offen gelassen.

§Aufzeichnung ohne tragfähige Grundlage

Ohne Hinweis, Bestätigung und Betriebsvereinbarung ist die Aufzeichnung nicht nur ein Datenschutzthema. § 201 StGB richtet sich gegen die handelnde Person, ein berechtigtes Interesse hilft dort nicht.

!Schweigen bei laufender Aufnahme

Wenn Teilnehmende sich beobachtet fühlen, sagen sie weniger. Wir grenzen Formate ab, schließen Personalgespräche aus und machen das Abschalten der Aufzeichnung jederzeit möglich.

Wie führen wir Ihre KI-Meeting-Zusammenfassung ein?

Sechs Schritte vom ersten Gespräch bis zum Regelbetrieb. Der Pilot beginnt mit einem einzigen Besprechungsformat, nicht mit dem ganzen Unternehmen.

1Bestandsaufnahme

Wir sehen uns an, welche Besprechungen es gibt, wer heute protokolliert, welche Konferenzplattform im Einsatz ist und wohin die Ergebnisse fließen sollen.

2Format und Rechtsrahmen wählen

Gemeinsam mit Datenschutz und Betriebsrat legen wir fest, welche Formate verarbeitet werden dürfen und welche ausgeschlossen bleiben.

3Vorlage festlegen

Wir definieren, wie Beschluss, Aufgabe und offener Punkt aussehen. Diese Struktur bestimmt später, was das System überhaupt extrahiert.

4Pilot mit einer Runde

Ein Besprechungsformat läuft mehrere Wochen mit. Die protokollführende Person vergleicht Entwurf und eigene Fassung und meldet Abweichungen zurück.

5Anbindung der Zielsysteme

Freigegebene Aufgaben werden an Jira, Ticketsystem oder CRM übergeben, mit Dublettenprüfung und Rückverweis auf die Gesprächsstelle.

6Betrieb, Schulung und Pflege

Wir schulen die Anwendenden gemäß Art. 4 EU-KI-Verordnung, überwachen die Verarbeitung und passen Vorlagen und Wörterbuch laufend an.

Welche Leistungen bieten wir zur KI-Meeting-Zusammenfassung an?

Vier Zuschnitte, je nachdem wie weit Sie sind. Jeder beginnt mit einer Bestandsaufnahme Ihrer Besprechungslandschaft und Ihrer Zielsysteme.

01Beratung und Rechtsrahmen

Wir prüfen Ihre Besprechungsformate, den Verarbeitungsort und die Mitbestimmung und erarbeiten mit Ihnen die Bausteine für Einwilligung, Betriebsvereinbarung und Löschkonzept.

Beratung anfragen
02Pilot mit einem Format

Ein Besprechungsformat wird mehrere Wochen begleitet: Transkription, Ergebnisentwurf, Freigabe. Am Ende steht eine belastbare Aussage über Qualität und Aufwand.

Pilot besprechen
03Anbindung an Ihre Systeme

Wir übergeben freigegebene Aufgaben und Beschlüsse an Jira, Confluence, Ihr Ticketsystem, CRM oder ERP, mit Dublettenprüfung und Rückverweis auf das Transkript.

Integration klären
04Betrieb und Weiterentwicklung

Wir überwachen Verarbeitung und Löschfristen, pflegen Fachwörterbuch und Vorlagen und werten regelmäßig aus, wie oft Entwürfe korrigiert werden mussten.

Betrieb anfragen

Häufige Fragen

Ist es in Deutschland erlaubt, Meetings mit KI aufzuzeichnen?

Ja, aber nur mit Zustimmung aller Beteiligten. Die unbefugte Aufzeichnung eines nicht öffentlichen Gesprächs ist nach § 201 StGB strafbar. Ein berechtigtes Interesse ersetzt diese Zustimmung nicht, auch nicht bei kurzer Zwischenspeicherung.

Genügt es, wenn niemand widerspricht?

Nein. Schweigen oder bloße Teilnahme gilt nicht als Einwilligung. Erforderlich sind ein aktiver Hinweis zu Beginn, eine ausdrückliche Bestätigung und die echte Möglichkeit, das Gespräch ohne Aufzeichnung fortzusetzen.

Muss der Betriebsrat beteiligt werden?

In aller Regel ja. Nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG unterliegen technische Einrichtungen der Mitbestimmung, die zur Überwachung von Verhalten oder Leistung objektiv geeignet sind. Die Transkription von Onlinemeetings fällt darunter.

Ersetzt eine KI-Meeting-Zusammenfassung den Protokollführer?

Nein. Das System erstellt einen Entwurf und schlägt Aufgaben vor. Wer moderiert, priorisiert, einordnet und freigibt, bleibt ein Mensch. Die Verantwortung für den Inhalt des Protokolls wandert nicht auf die Software.

Wie lange sollten Aufnahmen gespeichert werden?

So kurz wie der Zweck es erlaubt. Audio kann oft nach Freigabe des Protokolls gelöscht werden. Für Transkripte ist eine Frist von rund 90 Tagen branchenüblich, sie ist eine Konvention und keine gesetzliche Vorgabe.

Was kostet eine KI-Meeting-Zusammenfassung?

Das hängt von Zahl und Länge der Besprechungen, dem Verarbeitungsort, den anzubindenden Zielsystemen und dem Abstimmungsaufwand mit Datenschutz und Betriebsrat ab. Wir beginnen mit einer Bestandsaufnahme und schätzen darauf aufbauend.

Erst prüfen, dann aufzeichnen

Wir sehen uns Ihre Besprechungsformate, Ihre Konferenzplattform und Ihre Zielsysteme an und sagen Ihnen, welcher Einstieg trägt und welcher nicht.

  • Bestandsaufnahme statt Werkzeugkauf
  • Einwilligung und Mitbestimmung von Anfang an
  • Pilot mit einem einzigen Besprechungsformat
Bestandsaufnahme anfragen